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04.10.2012

«Wir sehen das Angebot nicht als Geschenk»

SELBSTVERWALTUNG • Das Kollektiv «A-Perron» weiss noch nicht, ob es das Angebot der Stadt annehmen wird. Für den Fall der Fälle erarbeiten die jungen Erwachsenen aber schon mal ein Sicherheitskonzept.

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Wie fühlt es sich an, wenn einem einfach so Räumlichkeiten für ein Kulturzentrum zur Verfügung gestellt werden?

A-Perron: Wir sehen es nicht als Geschenk, da wir viel Zeit und Energie in die Forderung nach einem selbstverwalteten Kulturzentrum gesteckt haben. Und nicht nur wir, vor uns haben andere Gruppierungen erfolglos dieselbe Forderung gestellt. Wir freuen uns jedoch, dass die Stadt jetzt auf unser Anliegen eingeht. 

Heisst das, Ihr nehmt das Angebot an?

A-Perron: Das haben wir noch nicht entschieden. Da wir als Kollektiv funktionieren, werden wir zuerst eine Versammlung abhalten und möglichst einen Konsens-Entscheid fällen.

Die Räume sind relativ klein – zu klein?

A-Perron:  Das ist ein wichtiger Diskussionspunkt innerhalb des Kollektivs. Sicher ist aber, dass wir darin einige Ideen nicht umsetzen könnten. So wird der Platz für Bandräume und Ateliers nicht ausreichen.

Der Betrieb eines Kulturzentrums ist zeitaufwendig. Seid Ihr genug Leute, um die Räume konstant zu bewirtschaften?

A-Perron: Ja. Zudem sind die Strukturen des Kollektivs offen für externe Nutzer, die interessiert sind mitzuhelfen. Externe Nutzer können die Räumlichkeiten natürlich auch beleben, ohne einen Teil des Kollektivs zu sein. 

Für was wollt Ihr eigentlich die Räume genau nutzen?

A-Perron: Falls wir das Angebot annehmen, sind vielfältige Ideen vorhanden. Von Konzerten über Literaturkreise bis hin zu Pingpong-Abenden ist vieles denkbar. Hinzu kommen Ideen und Projekte von externen Nutzerinnen und Nutzern, denen wir gerne eine Plattform bieten. Es sollte ein Ort sein, wo Ideen entwickelt und realisiert werden können.

 

Von Seiten der SVP wurde die Befürchtung geäussert, dass es zu Gewalt-, Drogen- und Alkoholexzessen kommen könnte. Wie wollt Ihr solchen Problemen entgegenwirken?

A-Perron: Wir sind zurzeit dabei, ein Sicherheits- und Konfliktkonzept auszuarbeiten. Wir sind uns dieses Themas bewusst und sehr interessiert an einem problemlosen Ablauf des Betriebes.