13.06.2017

Bahnunternehmen geraten unter Zugzwang

Die Schwellen sollen fallen: Bis 2023 sollen Menschen im Rollstuhl schweizweit problemlos in den Zug kommen.Auf der Südseite entsteht ein neuer Zugang zum Bahnhof und eine neue Perronanlage.Rampen und Lifte machen behinderten Menschen das Leben leichter.

Die Schwellen sollen fallen: Bis 2023 sollen Menschen im Rollstuhl schweizweit problemlos in den Zug kommen.

Auf der Südseite entsteht ein neuer Zugang zum Bahnhof und eine neue Perronanlage.

Rampen und Lifte machen behinderten Menschen das Leben leichter.

Kanton Bern • Bis Ende 2023 müssen alle Schweizer Bahnhöfe behindertengerecht umgebaut werden. So steht es zumindest in einem Bundesgesetz. Nach über der Hälfte der 20-jährigen Übergangsfrist ist allerdings erst gut ein Drittel der Bauarbeiten ausgeführt. Aktuell wird in Konolfingen gebaut.

Jürg Amsler / Sebastian Meier

Die SBB haben gegenwärtig zweifellos grössere Baustellen als der Um- und Ausbau des Bahnhofes Konolfingen. Ebenso klar ist aber, dass nicht alle Anlagen dieses Eisenbahnknotenpunktes den heutigen Anforderungen entsprechen und darum für die Zukunft fit gemacht werden müssen. Seit April wird deshalb auf der Südseite des Bahnhofs gearbeitet.

Trotz schwierigen Bedingungen – der volle Bahnbetrieb bleibt gewährleistet – 

verläuft alles nach Plan. Mit dem Baulärm und den Verkehrsumleitungen haben sich die Bahnreisenden und die Dorfbevölkerung längst arrangiert. In gut drei Jahren wird ihnen ein komfortabler, sicherer und behindertengerechter Bahnhof zur Verfügung stehen. 

1800 Bahnhöfe brauchen Anpassungen

Nicht nur in Konolfingen wird gebaut. Schweizweit sollen nämlich bis Ende 2023 alle Schwellen fallen, welche behinderten Menschen den Zugang zum öffentlichen Verkehr erschweren. Gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) aus dem Jahr 2004 sollen innert zwei Jahrzehnten sämtliche öffentlichen Gebäude und Dienstleistungen von behinderten Menschen autonom und ohne Einschränkung genutzt werden können. Das gilt auch für die rund 1800 Bahnhöfe der Schweiz. 

Sechs Jahre vor Ablauf der Übergangsfrist wird aber immer klarer: Das ambitionierte Ziel ist in Gefahr. Erst gut ein Drittel der Bahnhöfe wurde schweizweit an die neuen Auflagen angepasst. Auch auf den Linien im Verteilgebiet des «Berner Landboten» gibt es noch einiges zu tun. Auf der Aaretallinie zwischen Bern und Thun warten beispielsweise noch die Bahnhöfe Ostermundigen, Rubigen, Münsingen und Uttigen auf einen Umbau durch die SBB. Etwas weiter ist die Gürbetallinie der BLS. Hier fehlt neben den Stationen Wabern und Bern-Europaplatz nur noch die Station Thurnen. Viel zu tun gibt es wiederum auf den Emmental-Linien. Dort sind neben neuen Rampen und höheren Geleisen teilweise auch neue, behindertengerechte Züge nötig, damit die Gesetzesbestimmungen erfüllt werden können.

BLS strebt nach den 100 Prozent

Für die Endphase des Umbruches hat der Bund den Bahnunternehmen soeben weitere Milliarden zugesichert. Gleichzeitig hat er aber auch eine Planungshilfe bereitgestellt, welche bei den Behindertenorganisationen auf heftige Kritik stösst. Mit dieser Planungshilfe soll nämlich die Einschätzung der Verhältnismässigkeit baulicher Massnahmen erleichtert werden. Die Behindertenorganisationen befürchten nun, dass das Papier den Umbruch nicht beschleunigt, sondern eher dazu führt, dass viele Bahnhöfe gar nicht umgebaut werden.

Tatsächlich rechnet der Bund nur noch mit einer Umsetzung von 75 Prozent. Höhere Zielwerte verfolgt die BLS, welche im Kanton Bern 119 Bahnhöfe betreibt. «Wir streben nach den 100 Prozent», sagt Mediensprecher Stefan Dauner. Bereits jetzt sei aber absehbar, dass man am Schluss trotz grösster Anstrengungen lediglich auf einem Wert von um die 90 Prozent landen wird. Die Zeit drängt.

Eine Herkulesaufgabe steht bevor

Konolfingen • Bisher gab es bei den Um- und Ausbauarbeiten keine Verspätungen. Die wohl grösste Herausforderung muss in gut fünf Wochen gemeistert werden.

Claudio Gascard ist zufrieden: «Wir kommen gut voran. Mit unseren Arbeiten sind wir im Zeitplan. Alle Herausforderungen, auch die unvorhergesehenen, die solche Baustellen mit sich bringen können, wurden ohne Schwierigkeiten gemeistert.» Der ausführende Bauleiter für die Um- und Ausbauarbeiten beim Bahnhof Konolfingen weiss, dass die Arbeiter in ihren orangen Arbeitskleidern sich nicht nur Freunde geschaffen haben. «Vor allem als die Spundwände in den Boden gerammt werden mussten, gabs grosse Lärmimmissionen – und das mitten in einem Wohngebiet.» 

Gascard hat Verständnis, dass die nächsten Anwohner nicht in die Hände geklatscht haben, weil sie während einiger Nächte einen unruhigen Schlaf in Kauf nehmen mussten. «Die Reklamationen und bösen Blicke hielten sich jedoch in Grenzen.» Der Bauleiter hat schliesslich darauf geachtet, dass die Nachtarbeiten zügig und ohne böse Überraschungen ausgeführt werden konnten. «Es ist für uns nicht immer vorauszusehen, was der Baugrund alles zu Tage fördert.» Claudio Gascard mag nicht daran denken, was passiert wäre, wenn wegen einer Unvorsichtigkeit zum Beispiel die Leitung, welche die nahgelegene Nestlé mit Wasser versorgt, gekappt worden wäre: «Die Fabrik hätte noch gerade eine Stunde mit Wasser versorgt werden können.» Das Horrorszenario blieb aber aus.

Zugverkehr ist gewährleistet

«Gut 200 Züge passieren pro Tag den Bahnhof Konolfingen. Er ist ein wichtiger Knotenpunkt zweier Bahnlinien», sagt Christian Ginsig. «Hier kreuzen sich die SBB-Linie Bern-Luzern und die BLS-Linie Burgdorf-Thun.» Der Mediensprecher der SBB macht damit klar, dass es für die Bauarbeiter eine zusätzliche Herausforderung ist, die Arbeiten bei fahrplanmässigem Betrieb ausführen zu müssen. Doch nicht nur sie sind gefordert. Der reibungslose Zugsverkehr muss während der Bauarbeiten gewährleistet sein. Die Bahnreisenden sollen mit möglichst wenigen Einschränkungen auskommen müssen. «Das ist gerade in den Stosszeiten des Pendlerverkehrs kein leichtes Unterfangen», weiss Ginsig aus Erfahrung – und lobt die SBB- und BLS-Kundschaft für die Akzeptanz der zeitweiligen Unannehmlichkeiten, die sie in Kauf nehmen müssen. Schliesslich bringe die absehbare Zukunft ab Mitte 2020 allen, die im Bahnhof Konolfingen ein- oder aussteigen, mehr Komfort und Sicherheit.

Totalsperrung im Juli

Die unmittelbare Zukunft bringt ihnen jedoch vom 20. bis 24. Juli um 5.15 Uhr eine Totalsperrung des Bahnhofes. «An diesen Tagen wird rund um die Uhr gearbeitet», sagt Claudio Gascard und nennt den Grund: «Die vorbereiteten Elemente der neuen und breiteren Personenunterführung werden eingeschoben.» Es wird wohl das Kernstück der ganzen Um- und Ausbauarbeiten und grösste Herausforderung zugleich sein. Der Bauleiter zweifelt nicht am professionellen Können aller Beteiligten. «Aber der Zeitplan ist sportlich. Da darf nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommen.» 

Der spektakuläre Einschub ist nur das Eine. Es müssen ein Gleisabschnitt aus- und wieder eingebaut werden. Es braucht den Ausbruch einer Betonmauer der heutigen Unterführung. Einige tausend Kubikmeter Aushub- und Füllmaterial müssen ab- und zugeführt werden. Gascard ist überzeugt, dass dank minutiöser Planung und reibungslosen Vorbereitungsarbeiten am 24. Juli, um 5.15 Uhr, der Bahnhof für den Zugverkehr wieder vollumfänglich zur Verfügung stehen wird und der Pendlerverkehr fahrplanmässig aufgenommen werden kann. «Falls es nicht so sein sollte, hätten wir auch einen Plan B.» In diesem Fall müsste ein Teil des Verkehrs mit Bahnersatzbussen abgewickelt werden, so Gascard. Er hofft aber natürlich, dass diese Massnahme nach diesem verlängerten Arbeitswochenende nicht notwendig sein wird.

Barrierefreier Zugang zu Bahn und Bus

Oberdiessbach • Wer heute in Oberdiessbach in einen Zug der BLS-Regio-Linie Burgdorf-Konolfingen-Thun einsteigt, muss erst ein Gleis überqueren. Das Gleiche gilt für alle, die hier ankommen und aussteigen. Solche Bahnreisen sind trotz grösster Vorsicht immer mit einem grossen Sicherheitsrisiko verbunden. Das ist nicht nur den Verantwortlichen der Bahnunternehmen klar – ihnen jedoch ganz besonders. Mit dem Umbau der Perronanlagen soll für mehr Sicherheit der Bahnreisenden gesorgt werden. Das Gleis, das am nächsten beim Bahnhofgebäude liegt, wird aufgehoben. Die Gleise 2 und 3 erhalten je ein eigenes, längeres, höheres und im Wartebereich überdachtes Perron. Neu gestaltet wird der Bahnhofplatz. Er erhält mehr Platz für die Busse, die künftig ebenerdig bestiegen werden können. Es gibt zudem mehr Parkplätze für «Park+Ride». Somit wird der Bahnhof nach Abschluss der Bauarbeiten für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrende barrierefrei zugänglich sein. Die BLS investiert dafür rund 18 Millionen Franken.

Gleichstellung: Die Zeit läuft gegen das Jahrhundertprojekt

Verkehr • Bis Ende 2023 müssen alle Bahnhöfe der Schweiz behindertengerecht umgebaut sein. Fünf Jahre vor Ablauf der Frist ist der Bund besorgt, ob das Ziel erreicht wird. Noch immer besteht bei mehr als der Hälfte der Stationen Handlungsbedarf – auch bei der BLS. Diese zeigt sich aber optimistisch. 

Die Zeit drängt. Bis Ende 2023 sollen alle Bahnhöfe der Schweiz behindertengerecht umgebaut sein. So will es das sogenannte Behindertengleichstellungsgesetz BehiG. Der Zungenbrecher wurde 2004 vom Bundesrat mit einer 20-jährigen Übergangsfrist in Kraft gesetzt. Das Gesetz sieht vor, dass behinderte Menschen – egal ob blind oder im Rollstuhl, taub oder geistig behindert – den gleichen Zugang zu allen öffentlichen Gebäuden und Dienstleistungen erhalten wie alle anderen Menschen. Schweizweit wurden seither reihenweise Lifte eingebaut, Rampen montiert, Automaten auf Rollstuhlhöhe abgesenkt oder Internetportale überarbeitet. 

Noch in vollem Gange ist hingegen der Umbau der Bahninfrastruktur. Mitte Mai schlug das Bundesamt für Verkehr (BAV) Alarm: Nach über der Hälfte der Übergangsfrist war schweizweit erst gut ein Drittel der Bahnhöfe behindertengerecht umgebaut worden. Ohne Eingreifen des Bundes werde die Frist bis 2023 möglicherweise verfehlt, schreibt der Bund in einer Mitteilung. 

BLS auf guten Wegen

Bei der BLS lässt man sich durch die Alarmsignale aus Bundesbern aber nicht aus der Ruhe bringen. Man sei auf gutem Weg, sagt Mediensprecher Stefan Dauner. Die Datengrundlagen für die vom Bund neuerdings verbindlich geforderten Umsetzungskonzepte stünden grösstenteils bereit. Bis Ende letzten Jahres waren auch hier erst 49 von 119 Bahnhöfen an die neuen Auflagen angepasst worden. Die BLS sei aber weiterhin optimistisch, den tiefgreifenden Umbruch bis zum Tag X im Jahr 2023 vollzogen zu haben. 

Selbstverständlich besteht nicht bei jedem der rund 1800 Bahnhöfe der Schweiz gleich viel Handlungsbedarf. Vielerorts sei ausser der Anpassung der Perrons «keine grosse Bauerei» nötig, sagt BLS-Sprecher Dauner. So sei beispielsweise einer blinden Person schon mit ertastbaren Perronnummern am Geländer, den inzwischen gängigen weissen Orientierungslinien am Boden und verlässlichen Lautsprecherdurchsagen viel geholfen.

In den meisten Fällen müssen im Dienste der behinderten Mitmenschen aber doch die Baumaschinen auffahren. Zu den grösseren Projekten gehört etwa der inzwischen angelaufene Umbau in Konolfingen (siehe Artikel links), aber auch die Station in Wabern bei Bern, wo ab 2018 kein Stein auf dem anderen bleibt. Die SBB stemmen in den kommenden Jahren in Münsingen einen gros­sen Brocken. Dort hat man sich zwar zuletzt gegen ein drittes Gleis durchs Aaretal entschieden (wir berichteten). Mit dem laufenden Ausbauschritt bis 2025 und dem Wechsel auf den Viertelstundentakt in der ganzen Kernregion Bern wird die Linie S1 neuerdings alle 15 Minuten in Münsingen wenden – der Bahnhof braucht also neben diversen anderen Ausbauten ein zusätzliches Wendegleis. 

Hohe Dynamik, viele Töpfe

Selbstverständlich geht es im Rahmen der allermeisten Umbauprojekte um mehr als bloss die Umsetzung des BehiG. Die Pflege der Bahninfrastruktur sei im wahrsten Sinne des Wortes eine rollende Planung, sagt Stefan Dauner von der BLS. In fast allen Fällen verschmelzen neue gesetzliche Bestimmungen und politische Aufträge mit technologischen Neuerungen, wachsenden Pendlerströmen und veränderten Mobilitätsgewohnheiten zu komplexen Bauprojekten. Und weil der Bahnhof in der Regel in der Mitte des Dorfes steht, stösst ein Umbau nicht selten auch weitere Veränderungen im Dorfkern an.

Nicht minder komplex ist die Frage der Finanzierung. Grundsätzlich ist diese im Falle der Bahninfrastruktur eine Angelegenheit des Bundes. Damit das Geld nicht auf halbem Weg ausgeht, hat der Bund im Mai zusätzliche Milliarden für den flächendeckenden Umbau der schweizerischen Bahnhöfe reserviert. Das Geld für die Anpassungen an das BehiG stammen aus verschiedenen Töpfen – namentlich Leistungsvereinbarungen, dem Ausbauprogramm ZEB und dem sogenannten BehiG-Zahlungsrahmen. Unter dem Strich rechnet der Bund zwischen 2004 und 2023 schweizweit mit einem Investitionsvolumen von 6 bis 7 Milliarden Franken. Davon ein Drittel bis die Hälfte auf Anpassungen im Zusammenhang mit dem BehiG. Das sind etwa 150 Millionen Franken pro Jahr bzw. bis zu 3000 Millionen Franken für die gesamten 20 Jahre.

«Sehr schnell sehr teuer»

Was für Laien nach astronomischen Beträgen tönt, ist in der Bahnbranche keine Seltenheit. «Eingriffe in die Bahninfrastruktur sind sehr schnell sehr teuer», sagt BLS-Sprecher Dauner. Für Massnahmen im Zusammenhang mit dem BehiG rechnet man hier mit rund 200 Millionen Franken. Die Herausforderungen des flächendeckenden Umbaus liegen für das Bahnunternehmen eher in der Organisation. So muss zum Beispiel flächendeckend die Höhe und Länge der Perrons angepasst werden. 

Dazu gab die BLS jüngst die grösste Fahrzeugbeschaffung ihrer Geschichte bekannt: 58 neue Züge im Wert von rund 650 Millionen Franken sollen ab 2021 schrittweise die letzten nicht behindertengerechten Zugmodelle in der BLS-Flotte ersetzen – unter anderem auf der Linie von Thun nach Hasle-Rüegsau. Auch diese Anschaffung erfolgte nicht nur wegen des BehiG, sagt Dauner. Aber auch.

Erfolg einer abgelehnten Volksinitiative

Das BehiG in seiner heutigen Form ist das Resultat einer vom Volk abgelehnten Initiative der Behindertenverbände. Bundesrat und Parlament setzten stattdessen einen indirekten

Gegenvorschlag in Kraft, der aber immer noch bedeutend weiter geht als die Vorschriften der meisten Nachbarstaaten. Unmut gegenüber dem rigiden Diktat aus Bern hat man bei der BLS aber nicht. Im Gegenteil, sagt Dauner. Das BehiG sei schliesslich nicht nur ein Gleichstellungsgesetz für Behinderte. Egal ob Ausflügler mit Velo, Reisende mit Koffer, alte Menschen mit Rollator oder Eltern mit Kinderwagen – die Hürden beim Einsteigen werde niemand vermissen. 

Keine «pharaonischen» Bauten

Und doch hat der Umbruch seine Grenzen. Das BehiG sieht nämlich explizit vor, dass aufgrund der Verhältnismässigkeit insbesondere bei schwach frequentierten Landbahnhöfen keine «pharaonischen Projekte» umgesetzt werden müssen, wie es BLS-Sprecher Dauner ausdrückt. Dies gilt aber nicht nur in Randgebieten, sondern beispielsweise auch im Falle der urbanen Station Europaplatz in Bern. Weil dort der Zug in einer Kurve hält, entsteht ein grosser Abstand zwischen Zug und Perron. Hier beschränkt sich die BLS baulich auf ein Minimum und dürfte stattdessen das Hilfspersonal aufstocken. 

Kein Hindernis für 99 von 100 Personen 

Die Verhältnismässigkeit sei bei einer handvoll weiterer Stationen auf dem BLS-Netz fraglich – keine davon liegt aber im Verteilgebiet des «Berner Landboten». Schliessungen aufgrund des

BehiG soll es hingegen nicht geben – weder auf dem Netz der BLS noch bei den SBB. «Wir streben weiterhin nach dem 100-Prozent-Ziel», sagt Dauner. Gemäss Prognosen dürften es etwas weniger werden: Über 90 Prozent der BLS-Stationen seien bis Ende 2023 behindertengerecht umgebaut, 99 Prozent der Passagiere können hindernisfrei in einen BLS-Zug einsteigen.