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06.02.2018

Bio-Betriebe steigern die Wertschöpfung

Auf dem Markt erzielen Bioprodukte einen höheren Preis als jene aus herkömmlicher Produktion.

Auf dem Markt erzielen Bioprodukte einen höheren Preis als jene aus herkömmlicher Produktion.

Landwirtschaft • Eine Kampagne der Volkswirtschaftsdirektion zeigt Wirkung: Etwa 50 Bauernbetriebe jährlich stellen ihre Produktion auf Bio um, etwa die Hälfte im Ackerbau. Damit lasse sich die Wertschöpfung in der Landwirtschaft steigern.

pd

Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern verbreitet eine frohe Botschaft: «Die Berner Bio-Offensive ist auf Kurs: Auf den 1. Januar 2018 haben 67 Betriebe auf biologische Bewirtschaftung umgestellt.» Die Hälfte davon sind Ackerbaubetriebe. Seit dem Start der Bio-Offensive 2016 produzieren 165 Betriebe neu biologisch. Ziel sei es, dass von 2016 bis 2020 jedes Jahr 50 Betriebe auf Bio-Produktion umstellen.


Weiter Richtung Nachhaltigkeit


Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann zeigt sich von der Stossrichtung überzeugt: «Die Berner Landwirtschaft soll sich Richtung Nachhaltigkeit weiterentwickeln.» Erfreulich sei, dass das Ziel der Bio-Offensive – jährlich 50 neue Bio-Betriebe – im laufenden Jahr übertroffen wird. 67 Betriebe haben Anfang 2018 auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. «Der Absatz von Bio-Produkten steigt in der Schweiz seit vielen Jahren. Die inländische Produktion wird der Nachfrage nicht gerecht, es muss mehr importiert werden. Diese Marktchance soll die Berner Landwirtschaft besser nutzen», sagt der Volkswirtschaftsdirektor. «Die Bio-Produktion ermöglicht der Berner Landwirtschaft, ihre Wertschöpfung zu steigern.»


Die Hälfte im Ackerbau


Von den 67 neuen Bio-Betrieben sind rund die Hälfte Ackerbaubetriebe. Auch beim zweiten Ziel der Bio-Offensive – 2000 Hektaren mehr biologisch bewirtschaftete Ackerfläche bis 2020 – sieht es gut aus: Zusätzlich 1042 Hektaren Ackerfläche und Spezialkulturen werden nach zwei Jahren Projektzeit biologisch bewirtschaftet. Die zusätzliche Fläche für 2018 ist noch nicht erhoben.


Ernst Flückiger, Leiter Beratung am Inforama, ist zuversichtlich, dass die Ziele der Bio-Offensive erreicht werden. «Die Nachfrage nach Aus- und Weiterbildung im Bio-Landbau steigt.» 36 Lernende absolvierten 2017 das dritte Lehrjahr in einem speziell auf Bio-Landwirtschaft ausgerichteten Lehrgang – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 27 Lernenden. Auch bei der beruflichen Weiterbildung und Beratung stellt Ernst Flückiger eine steigende Nachfrage fest: Die Zahl der Arbeitskreise verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr von vier auf acht, die Zahl der Umstellungsberatungen von 27 auf 53.


Breite Trägerschaft


Zur Vergrösserung der biologisch bewirtschafteten Ackerfläche um 2000 Hektaren braucht es 200 neue Bio-Betriebe – 50 Betriebe pro Jahr, wie der Kanton errechnet hat. Die Bio-Offensive hat eine breite Trägerschaft, bestehend aus dem Amt für Landwirtschaft und Natur, den Bärner Bio Bure, dem Berner Bauern Verband, Bio
Suisse und der Berner Fachhochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL).