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06.02.2018

Künftiges Eissportzentrum erinnert an Polo Hofer

Die neue Halle in der Innenperspektive.

Die neue Halle in der Innenperspektive.

Thun • Mit der Wahl des Siegerprojekts treibt die Stadt Thun die Erneuerung des Eissportzentrums Grabengut voran. Im Architekturwettbewerb hat sich ein Luzerner Planerteam durchgesetzt. Der Stadtrat wird über die Projektierung entscheiden.

pd

Die Stadt Thun plant im Grabengut ein neues Eissportzentrum, das die Synergien zwischen Kunsteisbahn und Curlinghalle optimal nutzt. 20 Teams bewarben sich Mitte vergangenen Jahres um eine Teilnahme am Architekturwettbewerb zur Gesamtsanierung. Für die anspruchsvolle Aufgabe wurden nach klar definierten Kriterien gemäss Schweizerischem Ingenieur- und Architektenverein SIA sechs geeignete Teams für die Weiterbearbeitung selektioniert. Trotz engen Rahmenbedingungen reichten die Architekten mit ihren interdisziplinären Teams Ende 2017 sechs erstaunlich unterschiedliche Lösungsansätze anonym ein.
Am meisten Potenzial sieht die siebenköpfige Jury, bestehend aus Gemeinderat Konrad Hädener sowie externen Fachpreisrichtern und verwaltungsinternen Fachleuten, im Wettbewerbsbeitrag «Polo». Sie schlägt das Projekt des Planerteams rund um das Luzerner Architekturbüro Marques zur Weiterentwicklung vor.


In Erinnerung an Polo Hofer


Das Projekt überzeugt in städtebaulicher, architektonischer wie auch funktionaler Hinsicht. Wesentliche Elemente des Entwurfs bilden der durchdachte und grosszügig gestaltete Aussenraum sowie das bestehende Hauptdach, das mit seiner markanten Konstruktion zum Schwerpunkt der neuen Anlage wird. Städtebaulich attraktiv ist auch die neue Treppe, die den Vorplatz mit dem oberen Parkdeck und den Eingängen zur Curlinghalle sowie der Kita verbindet. Mit der neuen Durchlässigkeit des übergeordneten Wegnetzes wird zudem die Altstadt gestärkt.


Dank einer umlaufenden Tribüne – gefordert wurden 1500 Zuschauerplätze –
wird die Haupthalle zu einer Arena, die den Anspruch, der gegen aussen geweckt wurde, im Innern perfekt widerspiegelt. Die Planer schlagen vor, den Platz zum Aareufer hin nach dem verstorbenen Musiker Polo Hofer zu benennen. Darin gründet auch der Projektname.

Erfahrenes Team von Planern


Mit der Marques Architekten AG, die das Generalplanerteam, bestehend aus Bauingenieur, Haustechnikplanern sowie Bauphysiker, gemeinsam mit der Baumanagement-Unternehmung b+p Baurealisation AG führt, erhält die Stadt eine erfahrene und im Sportanlagenbau versierte Partnerin. Der Basler Messeturm sowie das Fussballstadion Allmend in Luzern gehören zu den bekanntesten Werken des Luzerner Architekturbüros. Noch in diesem Jahr startet dieses auch mit der Gesamtsanierung der Vaillant Arena, dem Hockeystadion in Davos.


Stadtrat zum Projektierungskredit


Für die Realisierung des Projekts stellte die Stadt Thun im Aufgaben- und Finanzplan gut 25 Millionen Franken ein. Dieser Kostenrahmen war im Wettbewerb vorgegeben. Für die Jurierung wurden die eingereichten Projekte durch einen Kostenplaner über die Gebäudevolumen untereinander verglichen. Die effektiven Kosten werden stark davon abhängen, ob alle Projektmodule zur Ausführung gelangen. In einem nächsten Schritt verifiziert das Planerteam die Gesamtkosten. Diese Schätzung bildet die Grundlage zur Berechnung der Projektierungskosten. Darüber befindet der Stadtrat voraussichtlich Ende Sommer dieses Jahres. Geplant ist, den Ausführungskredit 2020 den Thuner Stimmberechtigten vorzulegen.


Ausstellungen

Die Wettbewerbsbeiträge sind bis 15. Fe­bruar 2018 im Entrée des Rathauses Thun ausgestellt. Die Ausstellung ist werktags von 8 bis 11.45 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr und am Samstag, 10. Februar 2018, durchgehend von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Am Montag, 12. Februar, um 18.30 Uhr, findet im Rahmen des Architekturforums eine Führung durch die Ausstellung statt.