06.04.2018

Hauskehricht wird elektrisch abgeführt

Leise und effizient: Das neue Elektrofahrzeug der Thuner Kehrichtabfuhr.

Leise und effizient: Das neue Elektrofahrzeug der Thuner Kehrichtabfuhr.

Thun • Das Tiefbauamt entsorgt den Hauskehricht in der Innenstadt neuerdings mit einem elektrisch betriebenen, umweltfreundlichen Ladefahrzeug. Es ersetzt einen alten Diesler.

pd

Thun nimmt eine Pionierrolle ein: Als eine der ersten Schweizer Städte setzt die Stadt bei der Kehrichtabfuhr einen elektrisch betriebenen Lastwagen ein. Gemeinderat Konrad Hädener nahm das Fahrzeug kürzlich in Empfang. Der Lastwagen ersetzt eines der fünf dieselbetriebenen Fahrzeuge des Tiefbauamts. Das alte Fahrzeug stand elf Jahre im Einsatz und muss altersbedingt ausgewechselt werden. Für die Beschaffung hatte der Gemeinderat einen gebundenen Kredit in der Höhe von 920?000 Franken bewilligt. Die Umweltfreundlichkeit stand bei der Neuanschaffung im Zentrum.

Leise und umweltfreundlich

Beim elektrischen Fahrzeug handelt es sich um einen von vier Prototypen eines Schweizer Unternehmens. Für die Entwicklung und Erprobung des Fahrzeugantriebs wird das Projekt vom Bundesamt für Energie BFE unterstützt. Die Energie Thun AG und die AG für Abfallverwertung Avag beteiligen sich mit einem einmaligen Beitrag an diesem innovativen Projekt. «Die Vorzüge liegen auf der Hand», so Gemeinderat Konrad Hädener, «mit dem Elektro-Lastwagen können wir die Schadstoffemissionen sowie den Lärm deutlich reduzieren. Der Strom für den Betrieb stammt je zur Hälfte aus Kehrichtverbrennung und Wasserkraft.» Das elektrisch betriebene Kehrichtfahrzeug sei zudem auch günstiger im Betrieb.

Neun Tonnen Nutzlast

Das neue Fahrzeug des Typs Futuricum Collect 26E hat eine Nutzlast von rund neun Tonnen und eine Leistung von 760 PS. Als Energiequelle dient eine 

Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 270 Kilowattstunden. Das zu ersetzende dieselbetriebene Kehrichtfahrzeug wird erst mit der anstehenden Ersatzbeschaffung der Gesamtfahrzeugflotte im Jahr 2019 eingetauscht. Bis dahin wird es als Reservefahrzeug eingesetzt.