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28.11.2017

Und wieder gibt es so vieles zu bestaunen

Das Rentier wartet im Schlosspark geduldig auf seinen Meister und ist begehrtes Fotosujet.

Das Rentier wartet im Schlosspark geduldig auf seinen Meister und ist begehrtes Fotosujet.

Spiez • Bevor das Schloss nach einer erfolgreichen Saison in den «Winterschlaf» geht, präsentiert es sich am «Chlouse-Märit» vom 2. Dezember in vorweihnachtlicher Stimmung. Viel Lichterglanz gibts ebenfalls auf der Seestrasse.

Jürg Amsler

Klein, aber fein ist er, der «Chlouse-Märit» an der Seestrasse und im Schlosspark. So wenigstens sehen es die Organisatoren – und wohl die meisten Einheimischen, die sich von der besonderen Atmosphäre gerne auf die Adventszeit einstimmen lassen. Dafür sorgen in diesem Jahr über 100 Marktstände und im und ums Schloss warten Attraktionen auf kleine und grosse Besucherinnen und Besucher. Sie können im Schlosspark von 15 bis 18 Uhr das Rentier bestaunen, das den Sami-

chlous nach Spiez gebracht hat. Er ist auf der Seestrasse unterwegs und verteilt Geschenke. Geschichten von ihm gibts im weihnachtlichen Festsaal zu hören.Um 17.30 Uhr lassen die Flautissimos in der Schlosskirche Weihnachtsmusik ertönen. Kürbissuppe und Glühwein werden von 14 bis 21 Uhr angeboten.Wenn der Samichlaus mit seinem Rentier abgezogen und der letzte Tropfen Glühwein getrunken ist, beginnt im Schloss Spiez die Winterpause. Die Zeit bis zur Wiedereröffnung wird genutzt für Unterhaltsarbeiten. Allem voran werden die Aussenhülle und das Dach des Neuschlosses saniert. Auf Karfreitag wird die restaurierte Orgel erwartet, die im Mai in Zusammenarbeit mit den Schlosskonzerten musikalisch eingeweiht wird.

Berner Oberland als Reiseziel

Die kommende Saison (30. März bis 21. Oktober 2018) steht unter dem Motto «unterwegs». Reklamekunst und Reiseträume, die Sonderausstellung (30. März bis 3. Juni), die Schloss Spiez vom Alpinen Museum in Bern übernimmt, zeigt Plakate des Künstlers Anton Reckziegel (1865 – 1936). Auf diesen erscheint das Berner Oberland als imposante Berglandschaft und Sehnsuchtsort für Touristen aus nah und fern. Die «Spiezer Tagung ’18» (1. und 2. Juni) widmet sich dem aufkommenden Tourismus im Berner Oberland: «Die grosse Welt kommt in die Berge» wird in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der Universität Bern veranstaltet. 

Vom 30. Juni bis 14. Oktober zeigt Schloss Spiez Werke von Victor Surbek und Marguerite Frey-Surbek. Die Ausstellung versammelt mehrheitlich Gemälde aus der Schenkung, die Schloss Spiez 1964 von den Surbeks erhalten hat und gibt Einblick in das vielfältige Schaffen des Künstlerpaares. Er aus dem Kreise um Hodler hervorgegangen, sie Schülerin von Paul Klee und durch ihren Aufenthalt in Paris geprägt. Neben Reisen in ferne Länder war das Berner Oberland für Marguerite wie Victor eine wichtige Inspirationsquelle. Die Ausstellung lädt dazu ein, das Berner Malerpaar, welches zu Lebzeiten schweizweit bekannt war, wieder zu entdecken. 

Neuer Besucherrekord

Die diesjährige Sonderausstellung mit Werken des Malers und Bilderbuchkünstlers Ernst Kreidolf hat fasziniert. Angelockt durch die aus der Kindheit bekannten Märchen Kreidolfs, traf das meist ältere Publikum in der Ausstellung auf unbekanntere Seiten des Künstlers. Die Sonderausstellung zeitigte zudem etliche Erstbesucher, die neben Kreidolf auch Schloss Spiez für sich entdeckten. Mit knapp 14?000 Besuchenden hat die «Kreidolf-Ausstellung» doppelt so viele Menschen ins Schloss gelockt wie die Kunstausstellung im vergangenen Jahr mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner. Mit rund 23?000 Besucherinnen und Besuchern hat fast ein Drittel mehr Gäste das Schlossmuseum besucht als im Vorjahr.