23.06.2015

Ein wahres Bijou für die Fussballer und das Publikum

Bruno Zbinden (l.) und Andreas Meyer: «Unser neues Klubhaus verdient im Gegensatz zum alten seinen Namen.»

Bruno Zbinden (l.) und Andreas Meyer: «Unser neues Klubhaus verdient im Gegensatz zum alten seinen Namen.»

Kaufdorf • Die Mitglieder des Sportvereins sind in der letzten Winterpause vor allem neben dem Fussballrasen aktiv gewesen. Ihr neuer Stolz ist das neue, eigene Klubhaus.

Jürg Amsler

Darauf haben die Fussballer des SV Kaufdorf (SVK) lange warten müssen: Jetzt haben sie ein Klubhaus, das seinen Namen wirklich verdient. «Nach fast zehn Jahren Planung konnten wir in der Winterpause unser Projekt umsetzen», sagt Bruno Zbinden, Vizepräsident des Vereins. Die zwei Baustellentoiletten und die in die Jahre gekommene Holzbaracke sind verschwunden und haben einem einfachen, aber zweckmässigen Gebäude Platz gemacht. «Endlich haben wir alles unter einem Dach», sagt André Meyer, der Projektverantwortliche von GHZ Architekten Belp und SVK-Juniorenobmann. «Heimteam und Gastmannschaft haben je eine Garderobe. Ebenso gibt es eine für den Schiedsrichter und für die Mädchen, die in unseren Juniorenteams kicken. Es gibt Räume für den Platzwart, Material und Haustechnik. Und endlich Toiletten für Damen und Herren. Die ‹bewohnten› Räume sind alle beheizt und auf dem Dach hat es eine Fotovoltaikanlage», so Meyer zu Raumeinteilung und Projekt. «Nicht vergessen werden darf unser neues Bijou», ergänzt Zbinden, «unsere Buvette. Diese ist während und nach dem Spielbetrieb geöffnet. Neben warmen und kalten Getränken können verschiedene Snacks konsumiert werden.»

Damit die Kosten möglichst tief gehalten werden konnten – für rund zwei Drittel der Gesamtinvestition von 1,2 Mio. Franken (inklusive Land) muss der SVK selber aufkommen – haben die Vereinsmitglieder 1600 Stunden Fronarbeit geleistet. Dank Beiträgen von Sponsoren sowie Darlehen und mit Hilfe des Sportfonds habe die Finanzierung gesichert werden können. Entlang des Spielfeldes stünden jetzt auch genügend Parkplätze und eine Fussballplatzumzäunung zur Verfügung, die die Gemeinde Kaufdorf grosszügig mitfinanzierte, bemerken die beiden weiter. Es wurde darauf geachtet, dass möglichst ortsansässige Unternehmer Bauaufträge erhielten und die Bauzeit von Dezember bis April, koordiniert durch die Bauleitung der GHZ Architekten, eingehalten wurde. Die Gemeindeversammlung hat mit der Umzonung und dem Kauf des Landes, das von der Gemeinde Kaufdorf dem SVK im Baurecht abgegeben wurde, ihren Beitrag zur Realisation des Neubaus des Klubhauses geleistet.

Was jetzt noch für den zukünftigen Spiel- und Trainingsbetrieb auf der «Kleematt» dem momentan noch Viertligisten fehle, sei eine angemessene Ausleuchtung des Fussballfeldes. «Dafür fehlen uns rund 40?000 Franken», sagt Bruno Zbinden und hofft, dass auch dieses Geld dank Sponsorenbeiträgen bald zusammengetragen ist.

«Seit bald 40 Jahren bieten wir dem mittleren Gürbetal ein gut funktionierendes Jugendprojekt», sagt André Meyer. Fast 200 Junioren aus Kaufdorf und den umliegenden Gemeinden fänden hier eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. «Um den Trainingsbetrieb der verschiedenen Teams im Frühjahr und Herbst einigermassen geordnet über den Rasen bringen zu können, sind wir auf eine Beleuchtung angewiesen», begründet der Juniorenobmann diese weitere Investition.