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Spenden für «Verd»

Wirtschaft • «Verd» hat ein Crowdfunding gestartet. Das Ziel sind 80 000 Franken für die Konzipierung einer App. «Verd» ist fair für das lokale Gewerbe, fördert die Gemeinschaft und ist kostenlos für die Nutzerinnen und Nutzer.

| Adrian Hauser | Wirtschaft
«Verd.cash» eine faire Schweizer Bezahl­lösung. (Bild: zvg)

Das neue Zahlungsmittel «Verd» hat vergangene Woche ein Crowdfunding gestartet. Das Ziel ist, auf diese Weise 80 000 Franken zusammenzukriegen, um eine App finanzieren zu können. Je nach Höhe der Spende erhalten Privatsponsoren von «Verd» unterschiedliche Dienstleistungen zurück. Bei einem Beitrag von 50 Franken gibt es beispielsweise eine namentliche Nennung im Projekt-Newsletter und auf der Crowdfunding-Page. Bei einem «Zustupf» von 100 Franken werden insgesamt zehn Gutscheine für einen Genossenschafts-Anteil vergeben. Weiter auf der Liste der Gegenleistungen befindet sich der erste Merchandise-Artikel in Form eines Stoff-Sportsackes, was auch ganz gut zum Nachhaltigkeitsgedanken von «Verd» passt. Ab 500 Franken werden Kontakte mit den Personen von «Verd» vermittelt, wie beispielsweise ein Abendessen mit dem Gründer Christian Wohlwend bei einer Spende von 10 000 Franken.

Die Gemeinschaft stärken

Doch warum soll eine Privatperson für «Verd» überhaupt spenden? Dies gemäss Crowdfunding-Page, weil «Verd.cash» eine faire Schweizer Bezahl­lösung ist. «Fair für dich als Kundin oder Kunde, weil kostenlos – und mit jeder Zahlung lenkst du Geld in deinen Wohnort», so der Text des Spendenaufrufes. «Verd» sei zudem fair für das lokale Gewerbe, weil die Gebühren für bargeldloses Bezahlen tiefer seien als bei gängigen Anbietern. Und dies teilweise substanziell! Das spüren gemäss «Verd» vor allem kleine Betriebe. Deshalb sehe man in Geschäften immer mal «nur Barzahlung»-Schilder oder neu eben «nur Barzahlung oder VERD.cash». «Verd» will aber nicht nur den Handel stärken, sondern auch die Gemeinschaft. Denn der Profit von «Verd» fliesst wieder zurück in die Bevölkerung: hälftig an den Wohnort der Personen, welche «Verd» nutzen, und hälftig in den Landestopf. Da­rüber hinaus gilt bei «Verd» kompletter Schutz der persönlichen Daten der Zahlenden. Deshalb sei «VERD.cash» wie Bargeld.

«Verd» vertritt zudem die Meinung, dass die Transaktionsgebühren in Höhe von jährlich rund 1,7 Milliarden Franken statt zu Finanzkonzernen und ins Ausland möglichst rasch in die Dörfer und Quartiere der Schweiz flies­sen sollten. Eine App würde «VERD.cash» für mehr Menschen zugänglich machen. «Verd» möchte daher möglichst bald mit der Entwicklung starten und eine erste Version auf den Markt bringen. Später sollen dann Funktionen wie direkte Kontoanbindung oder Geldtransfer zwischen Personen folgen. Dies wäre dann auch eine Alternative zu Twint.

Osteraktionen

Passend zum Start des Crowdfunding bieten verschiedene Geschäfte in der Region, in denen man mit «Verd» bezahlen kann, Osteraktionen an. In dieser Woche stellt «Mode Seematter» in Belp die neue Kollektion der Frühlingsmode vor und führt diese anschlies­send in allen österlich dekorierten Fi­lialen ein. Im Restaurant «fairpflegig» in Steffisburg der Stiftung «transfair» wird ein Begegnungstisch geboten – «ein Ort zum Geniessen, Spielen, Lachen, Quatschen». Zudem ist ein Osterbrunch geplant. Im «MiHoflade» in Kiesen findet man alles für einen Osterbrunch zu Hause, von den Lebensmitteln über Getränke bis hin zu Dekorationsartikeln. Auch «Glausers Bio-Baumschule» in Noflen beteiligt sich an der Osteraktion mit einem vielfältigen und saisonalen Angebot aus lokaler Bio-Produktion. Am 16. Mai steht zudem ein Tag der offenen Tür auf dem Programm, um sich für die kommende Garten- und Balkonbepflanzung inspirieren zu lassen. Mit dabei sind zudem «Werner’s Wylädeli» in Rümligen und das «Ristorante Al Fiume» in Gerzensee. Ostern kann dieses Jahr also auch nachhaltig auf uns zukommen.

Crowdfunding: https://wemakeit.com/projects/direct-money-into-community


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