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Adrian Hauser

stv. Redaktionsleitung und Fotograf
Adrian Hauser
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Adrian Hauser ist im Aargau aufgewachsen und wohnt seit 20 Jahren im Worblental, zurzeit in Bolligen. Er ist ausgebildeter Journalist BR und eidg. dipl. Fotodesigner HF. Nebst seinem Teilzeitpensum beim Berner Landboten betreut er als Freischaffender verschiedene Mandate in den Bereichen Journalismus, Fotografie, Kommunikation und Unternehmensführung. Zuvor war er nach einiger Zeit im Lokaljournalismus als Kommunikationsleiter für verschiedene soziale Institutionen tätig. Adrian Hauser ist Vater zweier erwachsener Söhne. Er liebt surreale Kunst, starke Farben, künstlerische Still-Life-Fotografie und den Geist des Dadaismus.

Weitere Artikel von Adrian Hauser

Normalität

«Das ist doch nicht mehr normal.» Wie oft entschlüpft uns dieser Ausspruch im Alltag. Normal wird zur Bezeichnung für vieles, Begriffe wie das «neue Normal» oder «abnormal» fallen häufig nebenbei in jedwedem Kontext. Der Begriff «Normalität» ist ein häufiger Forschungs-gegenstand, zahllose Definitionen und Studien zu Gebrauch und Verwendung gibt es mittlerweile. In der Soziologie definiert man Normalität als «das Selbstverständliche in einer Gesellschaft, das nicht mehr erklärt und über das nicht mehr entschieden werden muss». Wie die ZHAW herausfand, hatten die Begriffe «Normalität» und «normal» in den vergangenen 50 Jahren nie mehr Konjunktur als heute. Gerade in unübersichtlichen Zeiten wird der Wunsch danach lauter. Oft ist es wohl eine Sehnsucht nach Vergangenem, die Menschen dazu bringt, das Alte als das Gute zu sehen und zu einer Normalität zu erheben, die wir uns zurückwünschen. Rückblickend erscheint es angenehmer, man konnte sich zurechtfinden und vieles schien besser ins eigene Bild zu passen. Doch was ist schon normal und wer gibt es letztlich vor? Was passiert, wenn jede und jeder in seiner eigenen Vorstellung der Normalität lebt, sehen wir tagtäglich. Vieles wird abgestempelt, statt genauer hinzusehen. Der Schrei nach Massnahmen, die das eigene Wohlbefinden stützen sollen, wird laut; auf wessen Kosten sie umgesetzt werden, spielt keine Rolle. Doch finden wir es mittlerweile tatsächlich normal, wie viele Menschen in Kriegs- und Krisengebieten leben? Dass wir noch immer weit entfernt von Gleichberechtigung sind und mehr als jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt erlebt? Die Liste liesse sich fortsetzen. Vielleicht können wir zumindest hin und wieder hinterfragen, was unser Verständnis von Normalität ist, und genauer hinschauen, ob dieses gerecht ist. Und vielleicht kann es uns auch immer einmal gelingen, den Blick für das «Unnormale» zu öffnen. Wer weiss, vielleicht steckt eine gute Geschichte
dahinter, ein interessanter Mensch oder sogar eine Chance?

Neues Modell zur politischen Beteiligung

Belper Forum • Die Gemeinde Grosshöchstetten möchte bei wichtigen Entscheiden eine niederschwelligere Beteiligung ermöglichen und lancierte daher die Initiative «Urne statt GV». Gemeinderätin Livia Howald-Walker referierte im Rahmen einer Veranstaltung des Belper Forums über Ursprünge und Umsetzung.

Spenden für «Verd»

Wirtschaft • «Verd» hat ein Crowdfunding gestartet. Das Ziel sind 80 000 Franken für die Konzipierung einer App. «Verd» ist fair für das lokale Gewerbe, fördert die Gemeinschaft und ist kostenlos für die Nutzerinnen und Nutzer.

«Mobilität wäre ein geeigneter Anwendungsfall»

Mobilität • Christian Bach ist Leiter der Abteilung Chemische Energieträger und Fahrzeugsysteme bei der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt. Er erklärt, warum sich Wasserstoff in der Mobilität noch nicht durchgesetzt hat und welche Bedeutung er generell für das Erreichen der Klimaziele hat.
 

Nicht jeder Wasserstoff ist grün

 
Wissenschaft • An der Jubiläumsveranstaltung von «Hydropole» wurde das Thema Wasserstoff aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Geforscht an dem Thema wird schon seit einiger Zeit, durchgesetzt hat sich Wasserstoff als Energieträger jedoch nicht. Und: Wasserstoff ist nicht per se eine erneuerbare Energie.

«Politik ist auch ein Handwerk»

Interview • Raphael Lanz (SVP) ist seit 16 Jahren Stadtpräsident von Thun und kandidiert für den Regierungsrat. Doch wer ist der Mensch hinter dem Berufspolitiker? Ein persönliches Gespräch mit Augenzwinkern über Politik, Familie, Lieblingsfarben und überwundene Kindheitsängste.

Die Sicherheit leidet

Ein Gesetz, dass die Falschen belohnt und die Bevölkerung gefährdet: Als engagierter Bürger, Gewerkschafter und jemand, dem faire Arbeit und sichere Mobilität am Herzen liegen, erfüllt mich der Beschluss des Grossen Rats zum neuen Taxigesetz mit grosser Besorgnis. Statt klare Leitplanken für einen verantwortungsvollen Personentransport zu setzen, hat das Parlament den Weg freigemacht für Geschäftsmodelle, die weder soziale Verantwortung übernehmen noch zur Sicherheit auf unseren Strassen beitragen.

Es ist keine Liberalisierung im Sinne von Fortschritt – es ist eine Entfesselung von Billigplattformen, die mit Dumpingpreisen, undurchsichtigen Strukturen und fehlenden arbeitsrechtlichen Ab-sicherungen operieren. Während reguläre Taxi- und Limousinenunternehmen seit Jahren in Ausbildung, seriöse Anstellungsverhältnisse und Fahrzeugqualität investieren, sollen sie nun in denselben Topf geworfen werden wie internationale Anbieter, die mit einem Klick Fahrer in prekäre Arbeit drängen.

Wer glaubt, dieser Entscheid sei ein Sieg für die Konsumentinnen und Konsumenten, täuscht sich gewaltig. Wenn Fahrer ohne Schutz, ohne geregelte Arbeitszeit und unter massivem Preisdruck unterwegs sind, dann leidet unweigerlich die Sicherheit der Fahrgäste. Niemand möchte in ein Fahrzeug steigen, dessen Lenker übermüdet, unterversichert oder überfordert ist. Sicherheit ist kein Zufallsprodukt – sie entsteht aus guten Arbeitsbedingungen, fairen Löhnen und klaren Regeln.

Aber genau diese Regeln hat der Grosse Rat nun abgeschwächt oder gleich ganz über Bord geworfen.

Ich frage mich: Was ist ein Parlament wert, das die Anliegen der Bevölkerung – nämlich Schutz, Fairness und Verlässlichkeit – hinter die Interessen globaler Plattformkonzerne stellt?

Statt unsere lokalen Betriebe zu stärken, statt seriöse Arbeit zu schützen, hat man ein Signal ausgesendet: Wer billig ist, bekommt Vorfahrt. Ganz gleich, wer den Preis dafür zahlt.

Und dieser Preis wird hoch sein – sozial, wirtschaftlich und sicherheits-politisch.

Als Bürger hoffe ich, dass sich die Bevölkerung bei den nächsten Wahlen sehr genau daran erinnert, welche Parteien und welche Grossrätinnen und Grossräte diesen Fehlentscheid ermöglicht haben. Demokratie heisst Verantwortung – und Verantwortung heisst auch, Fehlentwicklungen konsequent zu korrigieren.

Wer heute die Augen vor den Folgen dieser unsozialen und unsicheren Liberalisierung verschliesst, wird sich morgen erklären müssen. Den regulären Taxi- und Limousinenbetrieben, die um ihre Existenz kämpfen. Den Fahrerinnen und Fahrern, die faire Bedingungen verdienen. Und den Menschen, die eine sichere Fahrt erwarten, wenn sie in ein Taxi steigen – und keine Lotterie.

Es ist noch nicht zu spät, diesem Irrweg einen Riegel zu schieben. Aber das wird nur gelingen, wenn die Bevölkerung deutlich zeigt, dass sie eine Politik will, die Arbeitende, Kundinnen und Kunden und lokale Qualität schützt – und nicht jene Konzerne, die Verantwortung am liebsten outsourcen.

Guiseppe Reo ist Co-Präsident von UNIA – die Gewerkschaft, Region Berner Oberland

Politik als Türöffner

Wichtrach • Grossrat Fabian Zulliger (SVP) aus Gerzensee setzt sich für das lokale Vereinsleben und den Regionalsport ein. Politik und Vereine können voneinander profitieren und sich gegenseitig beflügeln.

«Der Biber erledigt gratis wichtige Arbeiten»

 Biber • In den kommenden Wochen gibt es bei den Bibern Nachwuchs, der die Population bereichert. Auch die Jungen werden künftig das Landschaftsbild mitgestalten und einen wichtigen Beitrag für das Ökosystem leisten.

Biberkonzept in der Umsetzung

Thun • Seit Jahresbeginn ist das regionale Biberkonzept Thun-West in Kraft. An einigen Stellen kommt es bereits zur Anwendung.