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Adrian Hauser

stv. Redaktionsleitung und Fotograf
Adrian Hauser
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Adrian Hauser ist im Aargau aufgewachsen und wohnt seit 20 Jahren im Worblental, zurzeit in Bolligen. Er ist ausgebildeter Journalist BR und eidg. dipl. Fotodesigner HF. Nebst seinem Teilzeitpensum beim Berner Landboten betreut er als Freischaffender verschiedene Mandate in den Bereichen Journalismus, Fotografie, Kommunikation und Unternehmensführung. Zuvor war er nach einiger Zeit im Lokaljournalismus als Kommunikationsleiter für verschiedene soziale Institutionen tätig. Adrian Hauser ist Vater zweier erwachsener Söhne. Er liebt surreale Kunst, starke Farben, künstlerische Still-Life-Fotografie und den Geist des Dadaismus.

Weitere Artikel von Adrian Hauser

Das bringt doch nichts!

Als kleiner Einzelmensch auf eine Autofahrt verzichten, während China neue Kohlekraftwerke baut? Den Zug anstatt das Flugzeug nehmen, während die halbe Schweiz fliegt und Reiche in Privatjets hemmungslos herumdüsen? Weniger Fleisch essen, während Millionen andere fröhlich grillieren? Für nachhaltig produzierte Kleider mehr ausgeben, während Versandhäuser fabrikneue, retournierte Billigklamotten ungebraucht ent-sorgen? Das bringt doch nichts!

Wirklich? Dass Einzelne angeblich nichts bewirken können, gilt als unbestritten. Aber auch ganze Länder werden als zu schwach taxiert: Die kleine Schweiz kann doch keine Pionierrolle im Klimaschutz einnehmen, während die grossen USA immer neue Erdöl-felder erschliessen! Aber könnte denn nicht ein ganzer Kontinent etwas bewirken? Nein, Fehlanzeige! Denn was nützt es, wenn Europa allein handelt, während Grossmächte ohne Rücksicht auf Umwelt und Natur handeln?

Und so weiter mit der Ausreden-Kaskade: Was bringt es, wenn nur Europa, Amerika und Asien handeln, so lange Afrika nicht mithilft? 

In Politik und Öffentlichkeit werden kleine Schritte in die richtige Richtung als sinnlos abgeschrieben. Zahllos die Leserbriefe, die auf den «verschwindend kleinen» Anteil der Schweiz am weltweiten CO2-Ausstoss mit knapp 0,1 bis 3 Prozent hinweisen – je nach Berechnung. «Ich soll etwas ändern? Der andere aber nicht?» Oder: «Man müsste halt im Grossen handeln», heisst es – um es umgehend als utopisch einzustufen. So wird jede Handlungsoption verworfen. Es sei denn, sie eröffne einen lukrativen Markt, aber dies ist ein anderes Thema.

Der Denkfehler in diesem Schema, auch kleinste Schritte abzulehnen und jeden persönlichen Verzicht zu verteufeln: Wir vergessen, dass Millionen, die etwas tun oder nicht tun, eine gewaltige Wirkung entfalten. Ein gigantischer Masseneffekt kommt zum Tragen – zum Schlechten, aber genauso auch zum Guten. 

Wahr ist aber auch: Wenn sich von heute auf morgen die Zahl der Flug-passagiere, Autofahrenden, Fleisch-esser halbieren würde, hätten wir sofort neue Probleme – ganze Industrien gingen zu Boden. Allerdings würde ein solches Umdenken kaum kurzfristig erfolgen – eher innert Jahren. Dem könnte sich die Wirtschaft genauso dynamisch anpassen wie all den sofort erkannten Wachstumschancen, die dem Motto «mehr und immer mehr» folgen.

Deshalb: Machen wir noch heute erste Schritte in die richtige Richtung, und seien sie noch so klein – im Wissen, dass wenig unendlich viel mehr ist als nichts. Und in der Hoffnung, dass Millionen andere – wer weiss! – mit ebensolchen Schritten zu einem sinnvollen Masseneffekt beitragen.

Jürg Alder, pensionierter freier Journalist

Die Armut nimmt zu

Statistik • Die Armut in der Schweiz nimmt stetig zu. Die unteren und mittleren verfügbaren Einkommen sind zwischen 2016 und 2025 leicht gesunken und durch diverse Fixkosten immer mehr belastet. Gleichzeitig verdienen Topverdienende immer mehr. Die Lohnschere klafft immer weiter auf. 

Subventionierung Tierproduktion: Ökologisch unsinnig

Geld • Regula Züger ist Dipl. Ing.-Agr. ETH, Mitglied der Betriebsleitung Glück-Hof und des Verwaltungsrats Sativa AG. Sie sagt unter anderem: «Wiederkäuer sind nur auf Grasland sinnvoll, der Futteranbau auf Ackerland ist ein Effizienzverlust.» Sie sagt unter anderem: «Wiederkäuer sind nur auf Grasland sinnvoll, der Futteranbau auf Ackerland ist ein Effizienzverlust.»

«Armut kann uns alle treffen»

Interview • Armut ist entgegen dem gesellschaftlichen Stigma nie selbstverschuldet. Caritas Bern unterstützt Menschen, die von Armut betroffen sind, mit einem breitgefächerten Angebot. Co-Geschäftsleiterin Silja Wenk erklärt, welche Gesichter Armut haben und was man dagegen tun kann.

Parlament will Tieflöhne vorschreiben

Mindestlöhne • Zurzeit stehen die gesetzlich festgelegten Mindestlöhne unter Beschuss. Gewerkschaften und Parteien wehren sich dagegen. Ein Gastbeitrag von David Gallusser, Ökonom und Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund in Bern.

Warum wir Vorbilder brauchen

Bildung • Viele von uns haben bestimmte Angehörige, Influencer, Schauspieler, Sportler oder literarische Figuren, denen wir nacheifern oder zu denen wir aufblicken. Das hat einen nachvollziehbaren Grund.

«Eine biologische, regionale, saisonale, mehr pflanzenbasierte Ernährung stärkt Gesundheit»

Gastbeitrag • Zur Kampagne der eidgenössischen Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser».

Unterwegs sein

Niederlande • Ferienzeit heisst Bewegungsfreiheit. Reisen, unterwegs zu sein, bringt uns in eine Art Urzustand. Ein Reisebericht und eine Liebeserklärung an ein Land mit Widersprüchen.

«Zunehmende Belastung für die Gesundheit»

Thun • Die Grünen Stadt Thun lancieren eine Klimainitiative. Sie soll den Klimaschutz weiter vorantreiben und insbesondere die Gesundheit der Bevölkerung bei Hitzewellen schützen. Co-Präsidentin Lea Schütz erklärt, warum es diese Initiative braucht.

«Dankbar und demütig»

Interview • In einem spannenden Wahlkrimi um das Stadtpräsidium entschied Eveline Salzmann (SVP) im zweiten Wahlgang das Rennen für sich. Sie erhielt rund 800 Stimmen mehr als ihre Gegenkandidatin Andrea de Meuron (Grüne). Im Gespräch erklärt sie, was ihr als erste Stadtpräsidentin wichtig ist.