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Adrian Hauser

stv. Redaktionsleitung und Fotograf
Adrian Hauser
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Adrian Hauser ist im Aargau aufgewachsen und wohnt seit 20 Jahren im Worblental, zurzeit in Bolligen. Er ist ausgebildeter Journalist BR und eidg. dipl. Fotodesigner HF. Nebst seinem Teilzeitpensum beim Berner Landboten betreut er als Freischaffender verschiedene Mandate in den Bereichen Journalismus, Fotografie, Kommunikation und Unternehmensführung. Zuvor war er nach einiger Zeit im Lokaljournalismus als Kommunikationsleiter für verschiedene soziale Institutionen tätig. Adrian Hauser ist Vater zweier erwachsener Söhne. Er liebt surreale Kunst, starke Farben, künstlerische Still-Life-Fotografie und den Geist des Dadaismus.

Weitere Artikel von Adrian Hauser

«Zunehmende Belastung für die Gesundheit»

Thun • Die Grünen Stadt Thun lancieren eine Klimainitiative. Sie soll den Klimaschutz weiter vorantreiben und insbesondere die Gesundheit der Bevölkerung bei Hitzewellen schützen. Co-Präsidentin Lea Schütz erklärt, warum es diese Initiative braucht.

«Dankbar und demütig»

Interview • In einem spannenden Wahlkrimi um das Stadtpräsidium entschied Eveline Salzmann (SVP) im zweiten Wahlgang das Rennen für sich. Sie erhielt rund 800 Stimmen mehr als ihre Gegenkandidatin Andrea de Meuron (Grüne). Im Gespräch erklärt sie, was ihr als erste Stadtpräsidentin wichtig ist.

Auf zur zweiten Runde

Wahlen Thun • Bei den Ergänzungs- und Ersatzwahlen für den Thuner Gemeinderat und das Stadtpräsidium hat niemand der Kandidierenden das absolute Mehr erreicht. Mit Spannung darf der zweite Wahlgang vom 5. Juli erwartet werden.

Abstimmen mit Bedacht

Am Wochenende stimmt die Schweiz ab – zu hoffen ist, mit Bedacht. 

Unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit will die SVP mit einer Volksinitiative die Schweizer Bevölkerung auf 10 Millionen begrenzen. Die Initiative verlangt, dass der Bundesrat Massnahmen ergreift, wenn die ständige Wohnbevölkerung 9,5 Millionen überschreitet. Dies vor allem im Asylbereich und im Familiennachzug. Einmal mehr soll es also wieder einmal die Schwächsten treffen, eine Bevölkerungsgruppe, die täglich mit Stigmatisierungen zu kämpfen hat. Während die Initiative von
bürgerlichen Kreisen und einzelnen Gewerbeverbänden unterstützt wird, läuft das gegnerische Lager Sturm und schimpft zu Recht über die «Chaosinitiative». «Mit dieser Rückkehr zur Kontingentspolitik fährt die SVP erneut einen frontalen Angriff auf die Personenfreizügigkeit mit der EU und die soziale Schweiz», schreibt beispielsweise die SP. Die Partei begrüsst, dass auch der Bundesrat die Initiative ohne Gegenvorschlag ablehnt. Auch bei Branchen, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind, sorgt das Vorhaben für rote Köpfe. HotellerieSuisse oder Gastro-suisse lehnen die Initiative entschieden ab und fürchten, dass sich der Fach-kräftemangel bei einer Annahme
weiter zuspitzen könnte. Das Vorhaben des Initiativkomitees könnte sich also rasch zu einem Eigentor entwickeln. 

Auch beim Zivildienst scheiden sich die Geister. Die Vorlage, die von Bundesrat und Parlament unterstützt wird, will den Zugang zum Zivildienst erschweren, um mehr Leute in der Armee zu haben und zu halten. Auch dies wird direkte Auswirkungen auf gewisse Branchen, aber auch das soziale Gefüge in der Schweiz haben. Denn die Leistungen des Zivildienstes sind unverzichtbar: insbesondere in Alters- und Pflegeheimen, Spitälern, Schulen, im Naturschutz
sowie in der Land- und Alpwirtschaft.

Die Frage ist, was der Schweiz mehr dient: Abschottung oder Offenheit? Kampfbereitschaft oder Solidarität?

«Nichts geht ohne Dialog»

Interview • Katharina Ali-Oesch (SP) kandidiert für das Stadtpräsidium Thun, die Ersatzwahlen finden am kommenden Wochenende statt. Katharina Ali-Oesch ist bereit, ein grosses Erbe zu übernehmen, und erklärt, was ihr dabei wichtig ist.

«Ein alternatives Wirtschaftssystem»

Verd • Die Universität St. Gallen attestiert «Verd» das Potenzial, nachhaltig die Welt zu verändern, indem es ein neues Wirtschaftssystem vorschlägt. Dieses soll den Leuten auf demokratischer Basis ein Instrument für mehr Selbstbestimmung geben.

Potenzial ist belegt

Innovation • «Verd» beginnt mehr und mehr zu wirken, doch man ist nicht überall vom Konzept überzeugt. Obwohl der gemeinnützige Nutzen weitgehend belegt ist, braucht es noch Überzeugungsarbeit. 

«Ängste überwinden und die Komfortzone verlassen»

Interview • Emanuel Roth ist Co-Leiter des Youngpreneurs-Teams in Thun. Er begleitet Jugendliche bei den ersten Schritten ins Unternehmertum. Unternehmertum ist für ihn kein einmaliger Erfolg. Es braucht Mut, Hartnäckigkeit und Teams, die gut zusammenarbeiten.

«Etwas aufbauen, das der Menschheit hilft»

Kuby • Quader Engineering entwickelte einen intelligenten Würfel für effizientes Zeitmanagement. Das Team durchlief das Youngpreneurs-Programm und gewann an der Award Night den dritten Platz.

Die Welt im Kleinen

Die Welt liegt uns zu Füssen. In Sekundenschnelle ist während vierundzwanzig Stunden alles greif- und abrufbar, was das Herz begehrt. Doch ist die Welt dadurch kleiner geworden? Nein, eher grösser, unüberschaubarer, teils auch verwirrender. Bei der Fülle an Auswahlmöglichkeiten kann man schnell die
Orientierung verlieren. Liegen wir vielleicht bereits zu Füssen der Welt?

Eines hat sich mit Digitalisierung, KI und Algorithmen noch nicht verändert: Das wahre Leben findet immer noch kleinräumig statt. Bei jedem von uns. Direkt vor der Haustüre. Dort finden spontane Begegnungen statt, der Austausch mit dem Nachbarn oder der
Verkäuferin in der Bäckerei. Wir identi-fizieren uns mit dem, was uns unmittelbar umgibt. Mit dem, was wir riechen, mit unseren Sinnen real erfahren, womit wir interagieren können.

Der Mikrokosmos ist tot, lang lebe der Mikrokosmos! Der Begriff steht für die Welt des winzig Kleinen im Gegensatz zum Makrokosmos, der Welt des riesig Grossen. Wir sind darauf angewiesen, die Welt zu segmentieren, um sie als Ganzes überhaupt noch verstehen zu können. Daher gewinnt das Kleinräumige wieder zunehmend an Bedeutung. Der Begriff Mikrokosmos bezeichnet in der Philosophie traditionell den Menschen als eine «kleine Welt», in der sich der Makrokosmos – das Universum oder die «grosse Welt» – widerspiegelt. Antike und mittelalterliche Philosophen sahen den Menschen nicht als isoliertes Wesen, sondern als eine Entsprechung zum Ganzen. Strukturen, Kräfte und Gesetzmässigkeiten des Universums (Makrokosmos) finden sich im Aufbau und Wesen des Menschen (Mikro-kosmos) wieder. 

Es besteht also eine Analogie vom winzig Kleinen zum grossen Ganzen. Oder anders ausgedrückt: Verstehe ich meine kleine Welt, so lässt dies Rückschlüsse auf die grosse Welt zu. Das Kleinräumige hilft uns dabei, die Orientierung im Grossen nicht zu verlieren. Tragen wir Sorge dazu!