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Plattform für Jungunterneh-men und KMU

KMU • Das Zentrum für Innovation und Digitalisierung in Stettlen versteht sich als Vernetzungsplattform für Jungunternehmen und KMU. Es hilft diesen mit Beratung, Wissenstransfer, Themenevents und Arbeitsräumen.

| Adrian Hauser | Wirtschaft
Martin Hofer, Managing Director. (Bild: zvg)

Das Zentrum für Innovation und Digitalisierung (ZID) im Bernapark Stettlen will das Unternehmertum auf verschiedenen Ebenen fördern. Es entstand – wie der gesamte Bernapark – auf Initiative von Hans-Ulrich Müller, der selbst ein bekannter Unternehmer und Investor in der Region ist. «Wir sind eine Plattform für Jungunternehmen und KMU», erklärt Martin Hofer, Managing Director des ZID. Mit seiner ansteckenden Begeisterung führt er durch die vielen Räume des Zentrums. Diese sind grosszügig, stilvoll, inspirierend gestaltet und lassen an technischer Ausstattung nichts zu wünschen übrig. Es gibt hier diverse Event- und Workshopräume, Co-Working-Spaces, einen Raum mit Pod-cast-Sofa sowie Büroflächen, die je nach aktuellem Bedürfnis kurzzeitig, aber auch über eine längere Dauer gemietet werden können. Beeindruckend ist der Raum «House of Future», der mit einer 90-Grad-Leinwand ausgestattet ist. Wird über die verschiedenen Projektoren ein Bild darauf projiziert, befindet man sich quasi mitten im Geschehen. Insgesamt gibt es neun Event- und Workshopräume, geeignet für unterschiedliche Arten von Veranstaltungen. Arbeitsplätze im Co-Working-Space können als Tagespass, als flexibles Abo oder als Fixdesk gemietet werden. Es gibt Telefonkabinen, in denen man in Ruhe Gespräche führen kann, eine Lounge sowie einen grosszügigen Aufenthaltsraum mit Kaffee, Früchten, Kühlschrank und Mikrowelle. Sämtliche Räume sind barrierefrei zugänglich, das Areal ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Im Bernapark selbst pulsiert zurzeit das Leben, es ist ein lebendiges Umfeld, dessen Vielfalt mit seiner durchmischten Nutzung rasant wächst.

«Instrumente in die Hand geben»

Das ZID ist aber weit mehr als nur Vermieter von Räumen. «Wir sind Ansprechpartner für Fragen rund um Digitalisierung und die Anwendungen künstlicher Intelligenz in Unternehmen», führt Martin Hofer aus. So sei die künstliche Intelligenz (KI) momentan ein Megatrend, dem man kaum mehr ausweichen könne. «Ein Drittel der Unternehmen will nichts davon wissen, ein Drittel will damit etwas machen, braucht aber Unterstützung dabei, und ein Drittel sind grosse Unternehmen, die KI bereits anwenden», erklärt Martin Hofer. Unter dem Drittel, die KI anwenden wollen, aber nicht recht wissen, wie sie damit umgehen sollen, befinden sich gemäss Martin Hofer viele KMU. Und hier kommt das ZID ins Spiel. Es zeigt solchen Unternehmen Möglichkeiten auf, wie sie KI in Unternehmensprozesse integrieren können. «Dies führt immer zu einem spannenden Austausch», berichtet Martin Hofer.

Denn KI kann Unternehmen in vielerlei Hinsicht unterstützen. So können Abläufe von der Erstellung der Offerte bis hin zum Versand der Rechnung effizienter gestaltet werden. Auch bei der Verarbeitung, Archivierung und Verschlagwortung von Dokumenten oder anderer Daten kann KI unterstützend wirken. Dabei tun sich auch rechtliche Problemstellungen auf. «Es geht dabei auch um Fragen der digitalen Souveränität», ergänzt Martin Hofer. Damit gemeint ist der Datenschutz beziehungsweise die Frage, wer das Recht hat, auf gewisse Daten zurückzugreifen, wo diese gespeichert werden und welche gesetzlichen Bestimmungen gelten. «Wir wollen Unternehmen in die Umsetzung hinein begleiten und ihnen die dazu nötigen digitalen Instrumente in die Hand geben», sagt Martin Hofer. Dazu arbeitet das ZID auch mit externen Fachpersonen aus Forschung, Lehre, Wirtschaft und Politik zusammen. Das ZID ist also sehr gut vernetzt und will Leute zusammenbringen.

Offen für alle

«Unsere Türen als Business-Center sind offen für alle», sagt Martin Hofer. Ihre Arbeit versteht er auch als community-bildend, indem nach Möglichkeit beispielsweise auch Start-ups und Investoren zusammengebracht werden. Das ZID organisiert zudem regelmässig Events zu unterschiedlichen unternehmerischen Themen, die Denkanstösse geben sollen. Denn Martin Hofer ist überzeugt: «Es braucht im Unternehmertum mehr Innovation auf allen Ebenen.» Adrian Hauser

Dieser Beitrag erschien zuerst in der «Bantiger Post»: https://bantigerpost.ch


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