Ein verkanntes Genie
In Kollegenkreisen wurde Popp be-lächelt und auch bekämpft wegen seiner Annahme, dass es Licht in den Zellen des menschlichen Körpers gebe. Darauf entwickelte Popp eine Versuchsanordnung, die er Photomultiplier nannte. Damit konnte er diese Photonen sogar zählen. Es zeigte sich, dass alle Zellen der Lebewesen – von den einfachsten Pflanzen oder Tieren bis zum Menschen – einen andauernden Strom von Photonen aussenden.
Diese Biophotonen-Emissionen bilden ein perfektes Kommunikationssystem, das die Zellen überall im Organismus mit Informationen versorgt und im Normalfall kohärent (im Gleichtakt) schwingt.
Die nächste Frage war nun, wo das Licht im Körper gespeichert wird. Popp fand den wichtigsten Lichtspeicher in der DNS (die DNS ist ein fadenförmiges Molekül in jeder Zelle, welches das gesamte Erbgut enthält).
Bei einzelnen Zellen kann nun dieses Zusammenschwingen aus verschiedenen Gründen blockiert werden. Sie strahlen dann chaotisch, was zu un-kontrolliertem Wachstum führt: der Beginn einer Krebskrankheit.
Als Popp eine Reihe von Krebs-patienten untersuchte, stellte er fest, dass bei den kranken Zellen diese Kohärenz fehlte. Er fragte sich: Könnte kohärent strahlendes Licht anderer Organismen in der Lage sein, die Kommunikation zwischen den Krebszellen zu verbessern? Und tatsächlich fand er Pflanzenextrakte, zum Beispiel von der Mistel, die die Krebszellen wieder zu harmonischem Schwingen anregten.
Es wäre interessant, von Fachleuten zu erfahren, was in den vergangenen Jahrzehnten aus Popps Erkenntnissen geworden ist. Inwieweit finden sie Anwendung in der Komplementärmedizin? Und gibt es einen Zusammenhang mit homöopathischen Therapien?
Peter Bieri war vor der Pensionierung während dreier Jahrzehnte als Redaktor und Informator in der Bildungsberatung tätig. Seither erzählt gern weiter, was er hört und erlebt.
Literatur: Fritz-Albert Popp: So könnte Krebs entstehen (1977), Biologie des Lichts (1984)
* Photonen sind die kleinsten Energie-pakete oder «Teilchen» des Lichts und der elektromagnetischen Strahlung.
Sie werden auch Lichtquanten genannt. Sie bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit und zeigen je nach Messung sowohl Wellen- als auch Teilcheneigenschaften.