Keine Wahl
Nicht eine Partei steht hinter der «Ini-tiative für eine sichere Ernährung». Obwohl es kein einziges stichhaltiges Argument dagegen gibt – schliesslich spricht der Zustand unserer Erde für sich und gegen jegliche Entscheidungsfreiheit: Wir haben nicht mehr die Wahl! Diese Initiative sollte aufgrund dessen gar nicht zur Abstimmung kommen, sie sollte sofort umgesetzt werden.
Natürlich drängt sich da die Frage auf, ob bei den Parteimitgliedern die nackte Angst umgeht, nicht wiedergewählt zu werden, wenn sie sich positionieren?
Wer aber glaubt noch an das «Wasserschloss Schweiz», wenn Kühe bereits Anfang Juli wieder von der Alp unten sind, weil dort das Wasser fehlt? Wir haben grüne statt weisse Bergspitzen. Die Gletscher fliehen, der Thunersee ist warm wie das Mittelmeer im Hoch-sommer. Unsere Wasserqualität litt aufgrund der Pestizide – doch die Schweiz hat noch keine Wasserstrategie …
Tausende leidensfähige Schweinchen werden noch sinnfreier gezüchtet als sonst schon, da sie von Beginn an als Überschuss gelten und zu Müll werden (siehe Box). Sie werden nach Deutschland gekarrt und dort getötet, weil hierzulande die Fleischwirtschaft mit hohen Summen staatlich gefördert wird statt der Gemüseanbau.
Millionen Franken werden zudem in die Aufrüstung des brennenden Europas gebuttert – statt in den Umweltschutz. Geld regiert den Menschen zu Tode, während er sich selbst beim Sterben zusieht. Wer im September gegen diese Initiative stimmt, versteht sie nicht, oder seine Kinder und Kindeskinder sind ihm egal.