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Solider Aufbau und Nachhaltigkeit

Fachmeinung | Nitya Zimmermann leitet den Fachbereich Überbetriebliche Zusammenarbeit in den Gesundheitsberufen. 

| Sonja Laurèle Bauer | Gesellschaft
Nitya Zimmermann
Nitya Zimmermann. Foto: zvg

«Junge Menschen, die eine Vorlehre absolvierten, gehen mit Vorsprung in die Berufslehre», sagt Nitya Zimmermann. «Dadurch, dass sie optimal dafür vorbereitet werden, gilt die Vorlehre als Erfolgsmodell.» Sie beobachte, dass sich die Betriebe öffneten. «Sie holen die Lernenden dort ab, wo sie nach der regulären Schulbildung sind und können darauf aufbauen.» Woran sehen Sie, dass die Vorlehre ein Erfolgsmodell ist, Frau Zimmermann? «Nur ein Beispiel: Im Schuljahr 21/22 fanden 344 Absolventinnen und Absolventen der Vorlehre des Kantons Bern Anschluss respektive eine nachfolgende Lehrstelle. Das sind 85 Prozent. Dies ist ein sehr gutes Resultat!» Die meisten hätten schlussendlich mit einem EFZ abgeschlossen. «Während der Vorlehre gibt es wenig Abbrüche. Die Vorlehre ist ein zielgerichtetes Zwischenjahr, das besser auf das Berufsleben vorbereitet als zum Beispiel ein zehntes Schuljahr, das nur Schule bietet. Zudem sind die Lernenden geschützter als in einem Nur-Praktikum. 

Nitya Zimmermann ist überzeugt, dass es in Bezug auf die Vorlehre mehr Aufklärung braucht. «Die Jugendlichen sollten bereits in der obligatorischen Schulzeit davon erfahren.» Gerade in den Gesundheitsberufen brauche es eine gewisse Reife, bevor man in die Ausbildung einsteige. «Der Kontakt zu den Menschen ist eng. Jedes Jahr mehr Lebenserfahrung ist hier wertvoll.» Sie hoffe, dass mehr und mehr junge Menschen den für sie passenden Berufseinstieg finden. «Vorlehre-Absolvierende gehen, durch den soliden Aufbau und die Nachhaltigkeit, mit einem klaren Vorsprung in die Lehre.»


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