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Fischen und Goldwaschen wie im wilden Westen

Sigriswil • Das Goldgräberbeizli «Grabenmühle» in Sigriswil bietet eine fantasievolle Wildwest-Welt mit Fischteich, Goldmine und Restaurant. Erhältlich sind verschiedene Fischspezialitäten aus sorgfältiger Verarbeitung. Ein Besuch lässt sich mit einer Schluchtenwanderung kombinieren.

| Adrian Hauser | Gesellschaft
Eine eigens geschaffene Welt. Bild: Adrian Hauser, farbgarage.ch

Es ist ein wenig wie eine ganz eigene, verwunschene Welt. Etwas ausserhalb des Dorfes Sigriswil befindet sich das Goldgräberbeizli «Grabenmühle». Man erreicht es über ein schmales Strässchen entlang an grünen Wiesen mit grasenden Alpakas in einem etwa viertelstündigen Fussmarsch. Auf dem Weg eröffnet sich eine herrliche Aussicht auf die riesige Fussgängerhängebrücke über die Guntenbachschlucht. Wer es lieber bequem mag, erreicht die Oase im Westernstyle auch motorisiert. Vor der Anlage befinden sich ein paar wenige Parkplätze, die an diesem strahlenden Sonntagnachmittag gut gefüllt sind. Es ist viel Betrieb, beinahe alle Plätze in der Gartenwirtschaft sind besetzt. Lukas Böss eilt von Tisch zu Tisch, begrüsst die Gäste, nimmt Bestellungen auf, verteilt Getränke und Snacks. Heute besonders hoch im Kurs: «Glace», auch als «Coupes», und kalte Getränke.

Fantasievoll

Hier hat das Gründerpaar Andreas und Brigitte von Gunten mit sehr viel Liebe zum Detail einen Ort mit einem fantasievollen Narrativ erschaffen. Die Anlage am Hang umfasst verschiedene Gebäude, einen Fischteich, verschiedene Becken für die Aufzucht und Gehege für Hirsche, Alpakas und Kleinvieh. Seit zwei Jahren ist hier Lukas Böss am Werk. Er hat den Betrieb, den er bereits seit Kindsbeinen kennt, als Pächter übernommen. «Ich kam schon als Bub hierher, um zu fischen», berichtet er. 

Im Fischteich schwimmen Bach- und Seesaiblinge, Regenbogen-, Bach- und Lachsforellen. Sie stammen aus einer ökologischen und nachhaltigen Zucht – «mit Frischwasser aus dem Bach», wie Lukas Böss betont. Die gefangenen Fische werden nach Gewicht abgerechnet. Man kann sie nach Hause nehmen oder sich vor Ort präparieren lassen und danach selbst auf einer der Feuerstellen grillieren.

Zu Fisch kommt man hier aber auch, ohne diesen vorher selbst fangen zu müssen. Auf der Speisekarte stehen verschiedene Fischgerichte wie «Fischknusperli» (neu im Angebot und besonders «crunchy»), «Fischerplättli» oder geräucherte Forelle mit Meerrettich zwischen zwei buttrigen Toastscheiben. Das «Fischerplättli» ist ein Querschnitt durch das kalt geniessbare Fischsortiment. Es besteht aus heiss geräuchertem Regenbogenforellenfilet, Tranchen von kalt geräucherter und «graved» Lachsforelle. Alle Fischspezialitäten haben eine herausragende Qualität, die nicht nur von naturnaher Aufzucht, sondern auch von sorgfältiger Verarbeitung zeugt. Besonders zu bemerken ist die «graved» Lachsforelle, die nicht vielerorts erhältlich ist und geschmacklich heraussticht. Diese spezielle Verarbeitungsart stammt aus dem hohen Norden, «graved» heisst wortwörtlich übersetzt «vergraben». Der Fisch wird dabei gebeizt beziehungsweise mit einer mit Gewürzen versetzten Salz-/Zuckermischung mariniert und einige Tage stehen – früher: vergraben – gelassen. Das Salz entzieht dem Fisch die Flüssigkeit, zugleich fermentiert er etwas und wird dadurch haltbar. Das Resultat ist ein besonderes Geschmackserlebnis mit viel Würze auf dem Gaumen und Umami im
Abgang, also viel «Chuscht».

 Für Gruppen und Familien

Neben dem Fischteich befindet sich etwas im Hang versteckt die Goldmine, wo man Gold waschen und auch finden kann. Man munkelt von natürlichen Flittergoldvorkommen im Hang aus Nagelfluh. Im Hofladen kann man die verschiedenen Spezialitäten auch kaufen und mit nach Hause nehmen, zudem ist die «Grabenmühle» jeweils am Samstagmorgen auf dem Markt in Thun und jeden zweiten Freitag auf dem Markt in Konolfingen präsent. Doch ein Besuch vor Ort lässt sich auch ideal mit einer Wanderung verbinden.

 grabenmuehle.ch


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