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Proviande ist der Meinung, dass die Bedürfnisse der (menschlichen) Mehrheit ignoriert würden

| sl/mgt | Politik

«Die Volksinitiative ‹Für eine sichere Ernährung› verlangt einen tiefgreifenden Wandel des Schweizer Ernährungs- und Landwirtschaftssystems. Rein rechnerisch scheint der angepeilte Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent realisierbar zu sein. Es würden sich jedoch massive Veränderungen für die gesamte Nahrungsmittelkette ergeben. Dazu wären drastische Eingriffe vonseiten des Bundes notwendig. Die Realisierbarkeit und Opportunität der notwendigen Massnahmen erscheinen fraglich, genauso wie die Akzeptanz durch die Konsumentinnen und Konsumenten», antwortet «Proviande» auf die Anfrage, wie die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft zur «Ernährungsinitiative» stehe. 

96 Prozent der Schweizer Bevölkerung konsumierten gemäss der neusten Gesundheitsbefragung des Bundesamtes für Statistik Fleisch. «Dass die Bedürfnisse dieser überwältigenden Mehrheit ignoriert würden, lässt für uns nur einen Schluss zu: Die Motivation des Initiativkomitees ist ideologischer Natur», so Chris-tophe Hutmacher, Fachmitarbeiter Kommunikation bei «Proviande». Bei einer wachsenden Bevölkerung und damit verbunden einem mindestens konstanten Gesamtkonsum von Fleisch müsste entweder der Import von Futtermitteln oder jener von Fleisch aus dem Ausland erhöht werden. Beide Konsequenzen würden sich negativ auf den Selbstversorgungsgrad beziehungsweise das Ziel einer nachhaltigen und marktkonformen einheimischen Land- und Ernährungswirtschaft auswirken. 

«Letztlich widerspricht die Initiative ‹Für eine sichere Ernährung› unserer Überzeugung von einer liberalen Ernährungspolitik. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen selbst entscheiden, was sie konsumieren möchten, die landwirtschaftliche Produktion wird sich entsprechend ausrichten», schreibt Hutmacher. In Konsequenz der aufgeführten Argumente lehne «Proviande» die Initiative «Für eine sichere Ernährung» entschieden ab.


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