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Attraktive Sportstadt am Wasser

Sport • Thun avancierte in den vergangenen Jahren zu einer regelrechten Sportstadt. Es gibt zahlreiche Angebote für den Breitensport, und mit dem geplanten Bau des Swiss Football Home geht es in eine neue Ära. Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) freuts, denn Sport ist mehr als nur körperliche Ertüchtigung.

| Adrian Hauser | Politik
Raphael Lanz an der Autogrammstunde der WEURO 25 mit den Schweizer Fussballerinnen Iman Beney, Riola Xhemaili, Alayah Pilgrim und Ana-Maria Crnogorcevic (von links). (Foto: Stadt Thun zvg)

«Wir holen nur Anlässe und Projekte nach Thun, welche in unsere Strategie und zu unserem Image als Stadt am Wasser mit hohem Freizeitwert und hoher Lebensqualität passen», erklärt Stadtpräsident Raphael Lanz, der für die Regierungsratswahlen von Ende März kandidiert. Aktuellstes Beispiel: das geplante Swiss Football Home des Schweizerischen Fussballverbands SFV. Die Stadt Thun will sich mit vier Millionen Franken an dem Bau beteiligen, der insgesamt rund 45 Millionen Franken kosten soll. Letzte Woche entschied der Stadtrat über einen entsprechenden Kredit. Dieser wurde mit 28 zu 5 Stimmen angenommen, was auch zu erwarten war. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil der Grosse Rat des Kantons bereits am 25. November 2025 einen A-fonds-perdu-Beitrag von 7,5 Millionen Franken bewilligte und damit von Seiten des Kantons die Weichen bereits gestellt hatte, um das Swiss Football Home in Thun anzusiedeln. «Das Swiss Football Home ist ein nationales Leuchtturmprojekt nach internationalem Vorbild und ist für Thun insbesondere aus wirtschaftlicher Perspektive eine einzigartige Chance», sagte Raphael Lanz bereits vor der Abstimmung im Stadtrat. Denn: «Durch den SFV-Campus werden in Thun 150 Arbeitsplätze angesiedelt.» Alle Akteurinnen und Akteure – also der SFV, Grundeigentümer, Kanton, Stadt und Private – hätten im Vorfeld hinter den Kulissen intensiv und verlässlich zusammengearbeitet. 

Auch für den Breitensport

Als Standort ist die Burgerallmend für das neue Verbandszentrum vorgesehen. Es soll verschiedene Gebäude und mehrere Fussballplätze umfassen. Teile der Infrastruktur werden auch lokale Vereine und die Öffentlichkeit für den Breitensport nutzen können. Der Fussballcampus soll Teil des Sport- und Freizeitclusters Thun Süd sein. Es sind unter anderem Plätze für Trainings aller Nationalteams, für U-Länderspiele und für die Ausbildung von Schiedsrichterinnen und -richtern sowie für Trainerinnen und Trainer vorgesehen. Nebst den Trainingsplätzen werden Garderoben, Fitness- und Behandlungsräume sowie ein Verwaltungsgebäude entstehen. Aktuell verfügen von 55 nationalen Fussballverbänden in Europa 48 über ein vergleichbares Zentrum. Von Privaten sind im betreffenden Cluster zudem ein In- und Outdoor-Racketsportcenter, eine Kletter- und Boulder-Anlage, ein Skills Park und eine Ballsporthalle geplant. Diese breite Sportnutzung in unmittelbarer Nähe zur Stockhorn-Arena des FC Thun bringt gemäss Raphael Lanz viele Synergien zum Swiss Football Home mit sich. «Die beiden Vorhaben sind und bleiben eng aufeinander abgestimmt», so Raphael Lanz. Entsprechende Schritte wurden von der Stadt Thun mit der Bewilligung eines Verpflichtungskredits von 1,05 Millionen Franken für die Entwicklung des gesamten Sport- und Freizeitclusters Thun Süd bereits aufgegleist. Im angrenzenden Siegenthalergut ist zudem ein Hotel mit einer hohen Grundauslastung durch den SFV geplant. Es soll sich ins geplante Wohngebiet einfügen, das die Stadt in enger Zusammenarbeit mit der Frutiger AG entwickelt.

Breit gefächertes Angebot

Klar wird, dass sich Thun während der Amtszeit von Raphael Lanz stark entwickelt und an Ausstrahlungskraft in verschiedenen Bereichen gewonnen hat. Raphael Lanz: «Thun hat sich erfolgreich als attraktive Sportstadt am Wasser positioniert. In den letzten Jahren hat Thun damit auch weit über die Region hinaus an Bekanntheit gewonnen.» Grossanlässe wie die Women’s Euro 2025, die Orientierungslauf-EM 2027 oder das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2028 sowie der geplante Bau des Swiss Football Home würden beweisen, dass Thun Events und Projekte stemmen könne, die weit über die Region hinaus wahrgenommen würden. Thun habe zudem ein breites Sportangebot draussen: Sei es Wassersport auf dem Thunersee, aber auch Aareschwimmen, «Aareböötle» und Aaresurfen. Hinzu kommen viele Angebote rund ums Biken, Wandern oder Joggen. Die Stadt Thun unterhält bereits heute mehr als zwanzig Ballsporthallen, die von unterschiedlichen Sportarten genutzt werden. Die Vereine profitieren dabei von modernen Mehrfachsporthallen mit Wettkampfinfrastruktur sowie von klassischen Einfachsporthallen in allen Quartieren.

«Herzblut, Engagement, Gemeinschaft»

«Sport ist mehr als nur körperliche Ertüchtigung», erklärt Raphael Lanz dazu. Er habe eine gesellschaftlich wichtige Funktion und sei ein soziales Bindeglied, das Menschen über Generationen, soziale Schichten und kulturelle Hintergründe hinweg verbinde. Vereine seien nicht nur Orte des Trainings, sondern auch des Miteinanders. «Hier werden Freundschaften geschlossen, Teamgeist gestärkt und soziale Kompetenzen gefördert», so Raphael Lanz weiter. «In einer Zeit, in der viele Aktivitäten digital stattfinden, bleibt der Sport eine der Gelegenheiten, sich direkt zu begegnen, gemeinsam zu arbeiten und echte Erlebnisse zu teilen. Besonders für unsere Jugend sind Sportvereine von unschätzbarem Wert – sie bieten Halt, Orientierung und eine sinnvolle Freizeitgestaltung.» Dazu passe natürlich auch der aktuelle Höhenflug des FC Thun, «der ebenfalls Werte vertritt, die für uns als Stadt und Region wichtig sind: Herzblut, Engagement, Gemeinschaft!»


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