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Die Schulanlage Stadelfeld wird erneuert

Wichtrach • Der Gemeinderat vergab einen Studienauftrag zur Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage Stadelfeld. Als Siegerprojekt wurde dasjenige des Planungsteams unter der Federführung von Althaus Architekten plus AG, Bern, bestimmt. 
| Sonja Laurèle Bauer | Politik
Der Gemeindepräsident Bruno Riem (r.) mit dem Gewinnerteam des Wettbewerbs zum Schulhaus Stadelfeld in Wichtrach. Das Siegermodell ist jenes in der Mitte. (Bild: Sonja L. Bauer)

Im Rahmen des von der Stimmbevölkerung bewilligten Studienauftrags wurden mehrere Projektvorschläge erarbeitet. Als Siegerprojekt wurde dasjenige des Planungsteams unter der Federführung von Althaus Architekten plus AG, Bern, bestimmt und vergangene Woche präsentiert. 

Schule für heute und morgen

Vor Ort an der Vernissage waren, ausser den Mitgliedern der drei Landschaftsarchitekten-Arbeitsgruppen, Experten der Beurteilungsgremien, Mitarbeitende der Schulanlage Stadelfeld, Mitglieder des Gemeinderates Wichtrach und Gemeindepräsident Bruno Riem. «Die Weiterentwicklung der Schulanlage beschäftigt uns bereits eine Weile», so Riem. Er freue sich, dass die Mehrheit der Anwesenden der Durchführung des Studienauftrags zugestimmt habe. «Es ist ein Meilenstein in der ganzheitlichen Schulentwicklung.»

Riem bedankte sich bei den Anwesenden und betonte, dass alle der drei Projekte hätten umgesetzt werden können. 15 Teams bewarben sich zu Beginn, drei bekamen den Zuschag, am Wettbewerb teilzunehmen.

Minimaler Abbruch und Ersatzneubau

Heinz Brügger, Fachmitglied des Beurteilungsgremiums, erklärte, warum sich die Jury schliesslich für das Siegerprojekt entschieden habe. «In den Prozess der Jurierung floss das Kriterium mit ein, welches Team die beste Lösung für Wichtrach anbieten kann.» Alle drei Teams hätten bewiesen, dass sie interdisziplinär im Team arbeiten könnten und «auch im Umgang mit der bestehenden Baustruktur eine gangbare Lösung suchten und fanden». 

Titel des Projekts sei die Auseinandersetzung mit der bestehenden Baustruktur gewesen. «Die beste Lösung erbrachte das Siegerteam. Sie verbindet minimalen Abbruch mit einem Ersatzneubau.» 

Ideen für die Gegenwart

Anhand des Modells zeigte Brügger Vor- und Nachteile der drei Projekte auf. Während die beiden anderen Modelle einerseits auf das «Weiterstricken des bestehenden Strickmusters» setzten, also das Gebäude verlängerten, und andererseits auf das Belassen des alten Schulhauses, das einen Ergänzungsbau erhielte, setze das Siegermodell auf das Kompakte. 

Dies sei ein generelles Kriterium zur Lösungsfindung und Wahl des Siegerprojekts gewesen. «Wie gut lässt sich der bestehende Raum nutzen? Wie gut lässt er sich erweitern?» Beim Siegerprojekt blieben einerseits sowohl Freiflächen als andererseits spätere Bau-
Ergänzungsmöglichkeiten. 

«Das Team setzte sich hervorragend mit den Bedürfnissen und Gegebenheiten der Gemeinde Wichtrach auseinander.» So habe es sich die wichtigen Fragen gestellt: «Was ist der Kern von Wichtrach? Was ist der Gemeinde geblieben, trotz Lädelisterben und dem Schliessen diverser Restaurants usw.? Was braucht sie? Braucht sie eine Bibliothek, eine Aula? Was muss eine öffentliche Schulanlage bieten? Wofür soll der zentrale Aussenraum stehen?» 

Möglichkeiten für die Zukunft

So habe das Team beim Wettbewerbsentwurf den kürzlich sanierten Bau ins Projekt eingebunden. Es plante einen Ergänzungsbau, die Turnhalle bleibt im Modell stehen. «Alles wird kompakt zusammengehalten. Es werden klare Eingangsräume geschaffen, aber auch viele Freiheiten gelassen: viel Grünraum. So bleibt alles sehr flexibel für die Zukunft.» 

Kostenschätzung und Kreditvorlage

In den kommenden Monaten wird das beauftragte Planungsteam ein Vorprojekt ausarbeiten. Auf Grundlage dieses Vorprojekts sowie einer entsprechenden Kostenschätzung wird der Bevölkerung zu gegebener Zeit die erforderliche Kreditvorlage zur Genehmigung unterbreitet.


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